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Due Diligence: Gesellschafterstreit und Verkauf | Markus Bertan

Aus Mandaten der letzten Jahre – Gesellschafterstreit und Verkauf, Thema Due Diligence.

Due Diligence: Ich habe den Text so geschrieben, wie ich ihn einem GF am Telefon erklären würde – ohne Folien, ohne Buzzwords. Kontext: gesellschafterstreit und verkauf.

Was GFs unterschätzen

Gesellschafter wollen häufig „einen Käufer“ – bevor geklärt ist, ob überhaupt fortgeführt werden darf. Bei due diligence geht es in der Praxis selten um Theorie – sondern um Timing und Protokolle.

Manchmal ist der GF schon überzeugt – und die Gesellschafter wissen noch nichts. Das verzögert alles. Bei gesellschafterstreit und verkauf entscheidet, ob Zahlen und Fristen vor Ehrgeiz kommen.

Due Diligence ohne Schönfärberei

Due Diligence ist kein Automatismus. Es braucht Fortführung oder einen Erwerber, offene Verbindlichkeiten ohne Überraschungen und einen GF, der Entscheidungen schriftlich festhält. Fehlt ein Baustein, gehört die Energie in Sanierung, geordnete Abwicklung oder Insolvenzantrag – nicht in kosmetische Maßnahmen.

So würde ich vorgehen

  1. Abstimmung mit Kanzlei und Notar vor ersten Unterschriften
  2. Erwerber- oder Sanierungspfad mit einem klaren Datum
  3. Gesellschafterrunde mit schriftlicher Entscheidungsoption
  4. Risikomatrix zu § 15a/15b InsO und Bürgschaften

Umwege, die teuer werden

Drei Fehler bei Gesellschafterstreit und Verkauf: Verkaufsgespräche ohne NDA und Erwerberprüfung. Rücktritt als GF ohne Übergabe. Nur mündliche Gesellschafterabreden.

Ich rate nicht zu Hast – aber zu konsequenter Dokumentation ab Tag eins.

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