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Markus Bertan

Unternehmensnachfolge Praxisfall Maschinenbau | Markus Bertan

Unternehmensnachfolge: Praxisfall Maschinenbau: 655.000 € Verbindlichkeiten, 14 Wochen (Ausführliche Einschätzung). Betriebswirtschaftliche Struktur – keine…

Branche: Maschinenbau (anonymisiert) · Rechtsform: GmbH · Mitarbeiter: 40 · Umsatz: ca. 1.703.000 € · Verbindlichkeiten: 655.000 €

Einstieg in den Fall

Die Mutter hielt 30 %, der Sohn operativ – und beide hatten unterschiedliche Vorstellungen von „Exit“. Die Hausbank hatte die Linie gekürzt; der GF wusste es seit zehn Tagen, die Gesellschafter erst seit gestern.

40 Köpfe, 1.703.000 € Umsatz, 655.000 € Verbindlichkeiten – die Maschinenbau-GmbH wirkte von außen noch intakt. Innen: kein kurzfristiger Zahlungsplan, Debitoren bei 164.000 € über 90 Tage.

Verlauf über 14 Wochen

Die letzten Tage vor dem Notarvorbereitungsgespräch waren ruhig – weil die Zahlen endlich stimmten. Bank und Finanzamt lesen Zahlen – nicht Stimmung. Deshalb zuerst Daten, dann Gespräche.

In Woche 1 bis 3 haben wir einen kurzfristiger Zahlungsplan in drei Szenarien gebaut und eine Gläubigermatrix erstellt – sechs Gläubiger machten 70 % der Verbindlichkeiten aus. Steuerberater und Insolvenzkanzlei ordneten die Insolvenzreife parallel ein.

Ab Woche 4: strukturierter Zahlungsstopp, zwei Stundungsgespräche, Ratenplan über 222.700 €. Wöchentlicher Abgleich – kurz, schriftlich, ohne Theater.

Bei nachfolge geht es in der Praxis selten um Theorie – sondern um Timing und Protokolle.

Wo wir landeten

Am Ende: Unternehmensnachfolge als Option, nicht als Wunsch. Dokumentation sauber, Bank informiert, kein Insolvenzantrag nötig – vorerst.

Drei Umwege, die ich oft nachbearbeite

Drei Fehler, die ich in vergleichbaren Mandaten immer wieder sehe:

  • Steuerschulden verschwiegen, bis das Finanzamt von selbst anruft
  • Gesellschafterbeschlüsse nur mündlich, nie im Protokoll
  • Rücktritt des GF ohne Übergabe an einen handlungsfähigen Nachfolger

Was GF und Gesellschafter riskieren

§ 15a und § 15b InsO, § 43 GmbHG, offene Sozialabgaben – konkrete Prüfpunkte, keine Schlagworte. Wer unsicher ist: Insolvenzantragspflicht prüfen.

Fall fiktiv und anonymisiert – keine Rückschlüsse auf reale Mandanten. Keine Rechtsberatung.

Das passt dazu

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Wenn Sie wissen wollen, ob das bei Ihrer GmbH so aussieht: kurz anrufen oder Termin buchen.

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Markus Bertan berät wirtschaftlich. Für Rechtsverbindlichkeit arbeiten wir mit Kanzleien zusammen – bewusst getrennt.