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Markus Bertan

Unternehmensnachfolge Praxisfall Immobiliendienstleistung | Markus Bertan

Unternehmensnachfolge: Praxisfall Immobiliendienstleistung: 705.000 € Verbindlichkeiten, 14 Wochen (Was ich in ähnlichen Fällen sehe).…

Branche: Immobiliendienstleistung (anonymisiert) · Rechtsform: GmbH · Mitarbeiter: 48 · Umsatz: ca. 1.692.000 € · Verbindlichkeiten: 705.000 €

Der Auslöser

Der eine Gesellschafter wollte sofort raus, der andere erst nach Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens. Die Hausbank hatte die Linie gekürzt; der GF wusste es seit zehn Tagen, die Gesellschafter erst seit gestern.

48 Köpfe, 1.692.000 € Umsatz, 705.000 € Verbindlichkeiten – die Immobiliendienstleistung-GmbH wirkte von außen noch intakt. Innen: kein Wochenplan, Debitoren bei 182.000 € über 90 Tage.

Der Ablauf – 14 Wochen

Mitte des Monats standen wir vor der Frage: weiterkämpfen, verkaufen oder Antrag – alles drei war nicht drin. Bank und Finanzamt lesen Zahlen – nicht Stimmung. Deshalb zuerst Daten, dann Gespräche.

In Woche 1 bis 3 haben wir einen Wochenplan in drei Szenarien gebaut und eine Gläubigermatrix erstellt – sechs Gläubiger machten 70 % der Verbindlichkeiten aus. Steuerberater und Insolvenzkanzlei ordneten die Insolvenzreife parallel ein.

Ab Woche 4: strukturierter Zahlungsstopp, zwei Stundungsgespräche, Ratenplan über 239.700 €. Wöchentlicher Abgleich – kurz, schriftlich, ohne Theater.

Bei nachfolge geht es in der Praxis selten um Theorie – sondern um Timing und Protokolle.

Was am Ende stand

Am Ende: Unternehmensnachfolge als Option, nicht als Wunsch. Dokumentation sauber, Bank informiert, kein Insolvenzantrag nötig – vorerst.

Was andere in ähnlichen Fällen falsch machen

Drei Fehler, die ich in vergleichbaren Mandaten immer wieder sehe:

  • Steuerschulden verschwiegen, bis das Finanzamt von selbst anruft
  • Gesellschafterbeschlüsse nur mündlich, nie im Protokoll
  • Rücktritt des GF ohne Übergabe an einen handlungsfähigen Nachfolger

Was GF und Gesellschafter riskieren

§ 15a und § 15b InsO, § 43 GmbHG, offene Sozialabgaben – konkrete Prüfpunkte, keine Schlagworte. Wer unsicher ist: Insolvenzantragspflicht prüfen.

Fall fiktiv und anonymisiert – keine Rückschlüsse auf reale Mandanten. Keine Rechtsberatung.

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Wenn Sie wissen wollen, ob das bei Ihrer GmbH so aussieht: kurz anrufen oder Termin buchen.

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