Mandantenvertraulichkeit · strukturierte Dokumentation · deutschlandweite Mandate 040 46898063 | info@markusbertan.de

Markus Bertan

Due Diligence Praxisfall Maritime Wirtschaft | Markus Bertan

Due Diligence: Praxisfall Maritime Wirtschaft: 1.030.000 € Verbindlichkeiten, 20 Wochen (Was ich in ähnlichen Fällen sehe). Betriebswirtschaftliche Struktur…

Branche: Maritime Wirtschaft (anonymisiert) · Rechtsform: GmbH · Mitarbeiter: 8 · Umsatz: ca. 2.472.000 € · Verbindlichkeiten: 1.030.000 €

Der Auslöser

Der eine Gesellschafter wollte sofort raus, der andere erst nach Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens. Die Hausbank hatte die Linie gekürzt; der GF wusste es seit zehn Tagen, die Gesellschafter erst seit gestern.

8 Köpfe, 2.472.000 € Umsatz, 1.030.000 € Verbindlichkeiten – die Maritime Wirtschaft-GmbH wirkte von außen noch intakt. Innen: kein Wochenplan, Debitoren bei 152.000 € über 90 Tage.

Der Ablauf – 20 Wochen

Mitte des Monats standen wir vor der Frage: weiterkämpfen, verkaufen oder Antrag – alles drei war nicht drin. Bank und Finanzamt lesen Zahlen – nicht Stimmung. Deshalb zuerst Daten, dann Gespräche.

In Woche 1 bis 3 haben wir einen Wochenplan in drei Szenarien gebaut und eine Gläubigermatrix erstellt – sechs Gläubiger machten 70 % der Verbindlichkeiten aus. Steuerberater und Insolvenzkanzlei ordneten die Insolvenzreife parallel ein.

Ab Woche 4: strukturierter Zahlungsstopp, zwei Stundungsgespräche, Ratenplan über 350.200 €. Wöchentlicher Abgleich – kurz, schriftlich, ohne Theater.

Bei due diligence geht es in der Praxis selten um Theorie – sondern um Timing und Protokolle.

Was am Ende stand

Am Ende: Due Diligence als Option, nicht als Wunsch. Dokumentation sauber, Bank informiert, kein Insolvenzantrag nötig – vorerst.

Was andere in ähnlichen Fällen falsch machen

Drei Fehler, die ich in vergleichbaren Mandaten immer wieder sehe:

  • Steuerschulden verschwiegen, bis das Finanzamt von selbst anruft
  • Gesellschafterbeschlüsse nur mündlich, nie im Protokoll
  • Rücktritt des GF ohne Übergabe an einen handlungsfähigen Nachfolger

Was GF und Gesellschafter riskieren

§ 15a und § 15b InsO, § 43 GmbHG, offene Sozialabgaben – konkrete Prüfpunkte, keine Schlagworte. Wer unsicher ist: Insolvenzantragspflicht prüfen.

Fall fiktiv und anonymisiert – keine Rückschlüsse auf reale Mandanten. Keine Rechtsberatung.

Vertiefung in der Nähe

FAQ: Due Diligence – Liquidation · Due Diligence in Nürnberg: Mitarbeiterübernahme · Praxisfall: Due Diligence – Lebensmittel, 1.030.000…

Wenn Sie wissen wollen, ob das bei Ihrer GmbH so aussieht: kurz anrufen oder Termin buchen.

Erstberatung anfragen Kontaktformular 040 468 980 63

Markus Bertan berät wirtschaftlich. Für Rechtsverbindlichkeit arbeiten wir mit Kanzleien zusammen – bewusst getrennt.