Unternehmenskrise: Ich habe den Text so geschrieben, wie ich ihn einem GF am Telefon erklären würde – ohne Folien, ohne Buzzwords. Kontext: sozialabgaben priorisieren.
Aus der Praxis
Gesellschafter wollen häufig „einen Käufer“ – bevor geklärt ist, ob überhaupt fortgeführt werden darf. Bei krise geht es in der Praxis selten um Theorie – sondern um Timing und Protokolle.
Manchmal ist der GF schon überzeugt – und die Gesellschafter wissen noch nichts. Das verzögert alles. Bei sozialabgaben priorisieren entscheidet, ob Zahlen und Fristen vor Ehrgeiz kommen.
Meine Einordnung zu Unternehmenskrise
Unternehmenskrise ist kein Automatismus. Es braucht Fortführung oder einen Erwerber, offene Verbindlichkeiten ohne Überraschungen und einen GF, der Entscheidungen schriftlich festhält. Fehlt ein Baustein, gehört die Energie in Sanierung, geordnete Abwicklung oder Insolvenzantrag – nicht in kosmetische Maßnahmen.
Mein Vorgehen
- Abstimmung mit Kanzlei und Notar vor ersten Unterschriften
- Erwerber- oder Sanierungspfad mit einem klaren Datum
- Gesellschafterrunde mit schriftlicher Entscheidungsoption
- Risikomatrix zu § 15a/15b InsO und Bürgschaften
Was ich nicht tun würde
Drei Fehler bei Sozialabgaben priorisieren: Verkaufsgespräche ohne NDA und Erwerberprüfung. Rücktritt als GF ohne Übergabe. Nur mündliche Gesellschafterabreden.
Ich rate nicht zu Hast – aber zu konsequenter Dokumentation ab Tag eins.